KGV-Zappendorf e.V.
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Dezember



Gehölze schneiden und pflanzen

Ein milder Dezember ohne Dauerfrost ist die ideale Zeit fürs Grobe: Gehölze, deren Saft beim Schnitt im Frühjahr immer stark fließt, sollten besser bereits jetzt gestutzt werden. Beispiele dafür sind Birke, Weide und manche Sorten des Ahorn. "Man kennt das vom Kanadischen Sirup, der abgezapft wird", berichtet Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin. "Es reicht ein kleines Loch im Holz, und der Saft fließt."

Auch neu pflanzen kann man Gehölze jetzt noch – das ist immer möglich, bis der Boden gefriert. "Man sollte junge Gehölze gut anbinden und stützen sowie die Erde gut antreten", erklärt Van Groeningen. So stehen sie bei Wind oder in Schneestürmen stabil. Außerdem sollten junge Pflanzen, die noch keine stark verzweigten Wurzeln haben, während trockener Perioden an frostfreien Tagen immer gegossen werden.

Blühende "Barbarazweige" pünktlich zum Weihnachtsfest

Blütenzweige, zum Beispiel von Forsythie, Kirsche oder Apfel, können Sie am Monatsbeginn schneiden und in eine Vase stellen. Der Tradition nach erfolgt der Schnitt am 4. Dezember, dem Tag der heiligen Barbara. Mit etwas Glück blühen die Zweige pünktlich zu den Weihnachtstagen auf und bieten zwischen grünen Tannenzweigen arrangiert eine schöne Weihnachtsdekoration.

Barbarazweige brauchen einen Kälteschock, damit sie im Dezember blühen. Deshalb rät Manfred Hoffmann, Floristmeister und Kreativ-Direktor des Fachverbandes Deutscher Floristen in Düsseldorf die geschnittenen Zweige zunächst in die Tiefkühltruhe zu legen. "Alternativ stellt man die Zweige einfach in einer kalten Nacht auf den Balkon, damit sie Frost mitbekommen", erklärt Hoffmann.

Immergrüne auch im Winter gießen

Wann immer die Temperaturen im Plus sind und es trocken ist, sollte der Hobbygärtner die Immergrünen gießen. Denn im Winter erfrieren Gehölze meist nicht, sie verdursten. Scheint die Sonne, brauchen Buchsbaum oder Spindelstrauch Wasser, sie können aber keines aus dem gefrorenen Boden ziehen. Und: Dicke Schneedecken auf den Pflanzen sollten entfernt werden, sonst zerbrechen sie.

Futterplatz für Vögel einrichten

Das ganze Jahr über suchen die verschiedensten Vögel in den Gärten nach Futter. Sobald die kalte Jahreszeit hereinbricht, wird die Nahrung aber oft knapp und Sie sollten den Vögeln ausreichend Futter anbieten.

Man kann die einheimischen Vögel grundsätzlich in Körnerfresser und Weichfutterfresser einteilen. Fink und Sperling gehören zum Beispiel zum ersten Futtertyp und freuen sich über Sonnenblumenkörner. Meisen, Rotkelchen oder Amseln, die zu den Weichfutterfressern zählen, finden gerne Meisenknödel, Rosinen und Kleie an ihrer Futterstelle. Es gibt übrigens spezielle Futterautomaten, die verhindern, dass das Vogelfutter nass wird oder Vogelkot hinein gerät.

Den Gartenteich im Winter schützen

Der Gartenteich und die darin lebenden Bewohner brauchen in den frostreichen Wintermonaten besondere Aufmerksamkeit und Pflege. Spannen Sie schon rechtzeitig, bevor die Bäume in Ihrem Garten ihre Blätter verlieren, ein Netz über den Teich. So fangen Sie das Laub auf, bevor es ins Wasser fallen und zum Teichboden sinken kann. Das Laub verrottet ansonsten im Gartenteich und verunreinigt das Wasser.

Wenn es richtig kalt wird, sollten Sie die Fütterung der Teichfische komplett einstellen, sie befinden sich jetzt in der Winterruhe. Entfernen Sie nicht winterharte Teichpflanzen, wie zum Beispiel Seerosen, und überwintern Sie sie an einem frostsicheren Ort. Pumpen und Filter sollten Sie außerdem aus dem Wasser nehmen und über den Winter frostfrei einlagern. Damit das komplette Zufrieren des Gartenteichs verhindert wird, kann man Eisfreihalter über der tiefsten Stelle im Teich zu Wasser lassen. Bei kleinen Teichen kann auch schon eine ins Wasser gestellte Strohmatte helfen. Wenn die Temperaturen sehr niedrig sind, können Sie zusätzlich einen Teichheizer einsetzen.

Eisdecke bloß nicht einschlagen

Dass der Gartenteich zumindest in Teilen eisfrei bleibt ist wichtig für den Austausch von Sauerstoff und Faulgasen. Sollte er aber doch einmal von einer Eisschicht bedeckt sein, muss man behutsam vorgehen. Wenn man einfach ein Loch in die Eisdecke schlägt, kommt es zu einem plötzlichen Druckunterschied im Teich und die Schwimmblasen der Fische können platzen. Sie können aber vorsichtig und langsam mit heißem Wasser ein Loch in die Eisdecke schmelzen. Am besten setzen Sie anschließend direkt einen Eisfreihalter ein, um den Teich vor erneutem Zufrieren zu schützen.

 

 

 

KGV Zappendorfer e.V. Nr.54  
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