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September -


Obst- und Gemüseernte im September

Tomatenpflanzen tragen nun die letzten Früchte und noch grüne Tomaten reifen am Strauch aus, wenn man sie mit Folienhauben einpackt. Auf jeden Fall sollten Sie neu gebildete Blüten besser entfernen, damit alleine die Früchte von den Nährstoffen profitieren können. Auch Kartoffeln sind jetzt reif und können verarbeitet oder im Keller eingelagert werden, dafür eignen sich jedoch nur gesunde und unbeschädigte Knollen. Der Lagerraum sollte trocken und dunkel sein und damit die Knollen nicht keimen sollte die Lagertemperatur um die acht Grad betragen.

Bei Zucchinis ist nun Eile geboten: am besten werden die Früchte noch vor dem ersten Frost geerntet. Bis dahin gilt es, die Pflanze regelmäßig zu wässern und zu düngen: Flüssigdünger oder Pflanzenjauche eignen sich am besten. Mulch aus halb verrottetem Kompost tut der Pflanze ebenfalls gut und so liefert sie noch lange neue Früchte nach.

Die Samen von Einjährigen, zum Beispiel Begonien, Petunien oder Sonnenblumen können gesammelt werden. Die Pflanzenexpertin steckt sie in Papiertüten und lagert sie über den Winter luftig, kühl, trocken und dunkel. "Die Samen bitte nicht in Plastiktüten oder Marmeladengläser geben. Wenn sie noch feucht sind, vergammeln sie", erläutert Van Groeningen.

Junge Obstbäume brauchen Wasser

Die Obstbäume tragen nun schwer. Die ersten Birnen, Äpfel und Pflaumen sind reif. Die noch jungen Bäume brauchen eine sichere Wasserversorgung, an trockenen Tagen sollten sie gegossen werden. "Gerade zum Ende des Sommers hin, denkt man schon mal, das muss nicht mehr sein", sagt Van Groeningen. "Aber das stimmt nicht." Etablierte Bäume kommen allerdings alleine klar, ihr Wurzelwerk ist tief genug.

Achtung beim Heckeschneiden

Damit die Vögel nicht auf ihre beliebten Brutplätze in Hecken verzichten müssen, ist der radikale Heckenschnitt von März bis Ende September deutschlandweit verboten, nur Formschnitte sind in dieser Zeit erlaubt. Da ein Heckenschnitt immer zu neuem Wachstum anrege, sollte man aber nicht zu spät – also ab Ende August – vorsichtig zu schneiden beginnen, rät der Zentralverband Gartenbau. Andernfalls könnten die nachfolgenden Triebe Frostschäden erleiden und die Hecke würde im Frühjahr nicht mehr gut aussehen.

Die Triebe des Himbeerstrauchs, die Früchte getragen haben, werden komplett zurückgeschnitten. Denn: "Die neuen Triebe werden im nächsten Jahr die Früchte entwickeln", so Van Groeningen. Zurückgeschnitten werden auch die frischen Triebe und alten Blütenstiele des Lavendels, damit der Stock nicht verholzt. Ebenfalls einen Rückschnitt vertragen Kletter- und Ramblerrosen. Die Triebe sollten außerdem angebunden werden, damit sie sich in den kommenden Herbststürmen nicht verletzen.

Bei Rosen auf aufgelockerten Boden achten

Der Spätsommer ist ein idealer Zeitpunkt, um Rosen zu setzen. Am besten stellt man den Rosenstock zunächst einen Tag lang ins Wasser, damit er kräftig gewässert wird. Der optimale Rosenboden ist humusreicher, sandiger Lehmboden. Denken Sie daran, den Boden ausreichend aufzulockern, bevor Sie die Pflanzen einsetzen, denn die Wurzeln der Rose brauchen sehr viel Sauerstoff. Entfernen Sie auch verletzte und abgestorbene Wurzelteile. Beim Einsetzen der Pflanze ist es wichtig, dass die Veredelungsstelle der Rose etwa fünf Zentimeter unter der Erdoberfläche sitzt.

Auch herbstblühende Zwiebelpflanzen müssen im September schleunigst in die Erde. Die Knollen der Alpenveilchen werden vorher am besten 24 Stunden lang in Wasser eingeweicht.

Rasen aussäen funktioniert das ganze Jahr

Der Rasen sollte im Frühherbst noch einmal vertikutiert werden. Solange das Spätsommer-Wetter mild und frostfrei ist, lohnt es sich auch, noch neuen Rasen auszusäen und schadhafte Stellen, die in der Sonne verbrannt sind, werden einfach nachgesät. Häufig gibt es zu dieser Zeit Niederschläge, die für eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit sorgen. Zwar keimen die Gräser bei einer so späten Aussaat nicht mehr sofort, dafür sind sie dann im kommenden Frühjahr besonders dicht und kräftig. Nachtfrost schadet der aufkeimenden Saat übrigens nicht, allerdings sollten die Flächen nach der Aussaat möglichst nicht mehr betreten werden.

Auch das über den Sommer gewachsene Moos muss raus, damit die Halme ausreichend Luft bekommen. Ende September bekommt der Rasen dann noch einen Winterdünger: Er sollte stickstoffarm sein, damit nur die Wurzeln einen Wachstumsschub bekommen. Stickstoffe würden auch die Halme noch mal anregen. Für sie sei es nun aber zu spät, sagt Van Groeningen.

Im September Stauden teilen und Gehölze pflanzen

Lupinen, Margeriten, Rittersporn und andere ausdauernde Gartenstauden lassen sich am einfachsten durch Teilung vermehren. Dazu ist jetzt die Zeit günstig, zumindest solange die Nächte noch frostfrei sind. Stauden, die lange blühen, sollten man nur bedingt teilen und an einen anderen Platz setzen. In manchen Fällen bilden sie nämlich nicht mehr ausreichend Wurzeln aus und man sollte deshalb lieber bis zum Frühjahr warten. Damit sich eventuell Seitenknospen entwickeln können, schneidet man verwelkte Blüten immer sofort ab.

Dahlien sollte man nach der Blüte ausdünnen: entfernen Sie Verblühtes, damit die Nachblüte weiterhin üppig ausfällt und die Pflanze ihre Kraft nicht in die Samenbildung verliert. Eine schwache Dahlie ist außerdem anfälliger für schädliche Pilze und Blütenfäulnis.

Wintergrüne Gehölze wie die Eibe und der Efeu werden gepflanzt. "Sie haben vor dem Winter noch genug Zeit, Wurzeln zu bilden und sich im Garten zu etablieren, so dass sie im Frühjahr direkt loslegen können", erläutert die Gartendozentin. Sie rät, mindestens einen Quadratmeter Bodenfläche für den Wurzelballen größerer Gehölze aufzugraben.

Zwiebeln für Frühlingsblumen brauchen lockeren Boden

Je früher die Zwiebeln von Tulpen, Narzissen, Schneeglöckchen, Krokussen und anderen Frühblühern in den Boden kommen, desto besser wachsen sie an und umso schöner blühen sie im nächsten Frühjahr auch auf. Setzen Sie also die Zwiebeln für Frühlingsblumen vor dem ersten Frost. Alle Arten brauchen lockeren Boden, damit sich keine Nässe stauen kann. Wenn man etwas Kompost mit in das Pflanzloch gibt, ist auch gleich für genügend Nährstoffe gesorgt.

Bis Anfang September kann man noch zweijährige Sommerblumen wie Levkojen, Vergissmeinnicht oder Fingerhut aussäen. Die Gefäße stehen am besten an einem halbschattigen Platz. Bei einer Temperatur von 15-18 Grad keimt die Saat. Drei bis vier Wochen später werden die Pflänzchen dann am besten in Töpfe umgesetzt und spätestens Mitte Oktober an den vorgesehenen Platz im Garten gepflanzt.

Kaltkeimer aussäen

Kaltkeimer wie Eisenhut, Phlox Fackellilie, Frauenmantel, Bergenie und Taglilie müssen ins Beet vor dem Winter – ihre Samen brauchen einen Kälteschock, damit sie im Frühjahr mit dem Wachsen beginnen.

Was ist zu tun auf Balkon und Terrasse

Ab Ende August sollte man davon absehen, mediterrane Kübelpflanzen weiter zu düngen, sonst wird erneut das Wachstum angeregt. Ein zu hoher Nährstoffgehalt schadet den Pflanzen eher, weil die Triebe nicht mehr rechtzeitig vor dem Winter ausreifen und dann leicht anfangen können zu faulen.

Von Geranie, Oleander und Fuchsie können Sie jetzt Stecklinge schneiden, die geschützt unter einer Haube aus Folie oder Glas am besten Wurzeln bilden. Pflegeleichte Pflanzen wie Erika oder Chrysanthemen lösen die Sommerblumen in den Balkonkästen ab und vertragen sogar leichte Fröste. Auch jetzt im Herbst ist das richtige Gießen sehr wichtig. Die meisten Schäden an den Pflanzen entstehen nämlich durch einen trockenen oder verfaulten Wurzelballen.

Tipp des Monats:

Besonders Stare aber auch andere Vögel fallen im Spätsommer gerne über reife Weintrauben her. Schützen Sie also Ihre Reben – genau wie Winzer es auch machen – mit Netzen vor den hungrigen Piepmätzen. Die Netze sehen zwar nicht besonders dekorativ aus, bleiben aber ohnehin nur wenige Wochen über den Pflanzen, bis die Vögel weitergezogen sind.


 





KGV Zappendorfer e.V. Nr.54 
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